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Nina Beck aus Rheinland-Pfalz gewinnt das MühlenMasters 2018 in Bad Wimpfen

Frauenpower beim Bundesleistungswettbewerb der Müllerinnen und Müller 2018: Nina Beck von der Cerealien Bischheim in Rheinland-Pfalz gewinnt den traditionsreichen Wettbewerb mit über 90 Punkten. Platz zwei belegt Tino Grabowski von Bühler in Braunschweig und den dritten Platz holt Matthias Lauer von Müllers Mühle in Gelsenkirchen. Herzlichen Glückwunsch!

Neun Müller und drei Müllerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind am Freitag, 19. Oktober zum MühlenMasters 2018 in der Frießinger Mühle im baden-württembergischen Bad Wimpfen angetreten. Unter Zeitdruck verglichen die Jahrgangsbesten ihr Können in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Müllerei. Andreas Bolte, Referent für Ausbildung vom Verband Deutscher Mühlen konnte anschließend die Preise nach Rheinland Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vergeben: Beste Nachwuchsmüllerin 2018 ist Nina Beck von Cerealien Bischheim, gefolgt von Tino Grabowski von Bühler in Braunschweig und den dritten Platz holt Matthias Lauer von Müllers Mühle.

Sechs Stationen und insgesamt drei Stunden Zeit: so sah der straffe Zeitplan für das MühlenMasters 2018 aus. „Wir haben in diesem Jahr Topergebnisse. Der erste Platz wurde in diesem Jahr mit über 90­ Prozent ­– in jedem der sechs Prüfungsstationen – erreicht, fasst Stefan Gräber den spannenden Wettkampf zusammen. Er ist in diesem Jahr der verantwortliche Prüfungsleiter und Fachlehrer in der Müllerschule Im Hoppenlau in Stuttgart, einer der beiden Berufsschulen für den Müllerberuf. Die jungen Müller mussten Aufgaben in der Getreideannahme, im Mühlen-Labor, der Reinigung, am Plansichter, an der Grießputzmaschine und an einer Futtermittelstation bewältigen.

Das MühlenMasters ist Teil der praktischen Leistungsschau des Deutschen Handwerks. Die Müller beteiligen sich an diesem Wettkampf seit nunmehr 65 Jahren. Seit einigen Jahren lädt der Verband Deutscher Mühlen als Ausrichter auch Müllerinnen und Müller aus der Schweiz und Österreich zum Wettkampf ein.

Das hier Müller stehen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgebildet worden sind, hat seinen Grund: Nur im deutschsprachigen Raum gibt es noch eine grundständige Ausbildung zum Müller. „Wer hier und heute Müller wird, der hat beste Berufschancen, ob in der heimatlichen Mühle, in Deutschland oder in der Welt“ sagt Willi Frießinger, Geschäftsführer der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen in seiner Laudatio. Die Urkunde an die Sieger übereichten Andreas Bolte und Stefan Gräber vor Gästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Müller – einzigartiger Beruf mit besten Aussichten

Bereits die Einladung zum MühlenMasters ist eine Auszeichnung, die in der Mühlenbranche sehr viel Beachtung findet. Pro Jahr schließen an den beiden deutschen Berufsschulen in Stuttgart und im niedersächsischen Wittingen rund 80 Auszubildende ihre Ausbildung ab. Die ausgebildeten Müllerinnen und Müller heißen Verfahrenstechnologin und Verfahrenstechnologe Mühlen- und Getreidewirtschaft, Fachrichtung Müllerei (???). „Müllerinnen und Müller haben einen der abwechslungsreichsten Berufe überhaupt“, sagt Berufsschullehrer Stefan Gräber. Dass in diesem Jahr wieder so viele Frauen qualifiziert waren, zeigt: Müllerinnen sind in dem immer noch männerdominierten Beruf außerordentlich erfolgreich. Daher wirbt die Branche ausdrücklich auch um einen höheren Frauenanteil für den Beruf.

Austragungsort: Frießinger Mühle in Bad Wimpfen

Das MühlenMasters wird jedes Jahr an einem anderen Ort in Deutschland ausgetragen: In diesem Jahr bei Familie Frießinger in Bad Wimpfen. Seit der Gründung durch Johann Jakob Frießinger vor über 150 Jahren ist die Mühle in Familienbesitz. Nach einem verheerenden Brand Ende der 1980iger siedelte die Mühle von Kirchberg an der Murr nach Bad Wimpfen. Damit war auch der Grundstein für das Unternehmen in seiner heutigen Ausprägung gelegt. Heute hat die Frießinger Mühle 220 Mitarbeiter und verarbeitet täglich über 1000 Tonnen Getreide. Willi Frießinger jun. hält die operative Geschäftsführung inne, und die 6. Generation steht bereits in den Startlöchern.

Ihren Qualitätsweizen sowie den typisch süddeutschen Dinkel beziehen die Frießingers zu mehr als 90 % regional. Um die Regionalität ihrer Produkte auch dauerhaft gewährleisten zu können, unterhalten die Frießingers langfristige Anbauverträge mit Landwirten aus der Umgebung. Verkauft werden die Mühlen-Produkte in Baden-Württemberg, Deutschland aber auch in die EU und in Drittländer.

Zum Download:
Pressemitteilung
Pressefoto vlnr: Matthias Lauer, Nina Beck, Tino Grabowski

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