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Aktuelle Daten aus dem Europäischen Getreidemonitoring: Glyphosat-Rückstände in Mehl spielen keine Rolle – Minimierungsstrategie erfolgreich

Die Mühlenwirtschaft untersucht bereits seit dem Jahr 2002 Brotgetreide auf Rückstände des herbiziden Wirkstoffs Glyphosat und hat die Untersuchungshäufigkeit im Rahmen ihres Getreidemonitorings in den vergangenen Jahren kontinuierlich verstärkt. Die Untersuchungsergebnisse von über 1.500 Getreideproben zeigen eindeutig: Glyphosat spielt keine Rolle in Mehl und Mahlerzeugnissen.

In 96 Prozent der im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 untersuchten Weizenmehle konnten keine Glyphosatrückstände, in den übrigen vier Prozent der untersuchten Mehle lediglich Spuren des Wirkstoffs nachgewiesen werden. Der höchste gemessene Gehalt lag bei 0,21 mg je kg und damit deutlich unter dem zulässigen Höchstgehalt von 10 mg je kg. Die Ergebnisse der von den Unternehmen in Auftrag gegebenen Untersuchungen werden durch weitere Untersuchungen bestätigt: So hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in den Jahren 2013-2015 über 400 Lebensmittel auf Glyphosat untersucht und in weniger als zwei Prozent der Proben Glyphosat lediglich Spuren nachweisen können. Das CVUA in Stuttgart hat im August 2012 getitelt: Viel verwendet, selten positiv – Rückstände von Glyphosat in Getreide, und Öko-Test stellte im Mai 2015 fest: Kein Glyphosat im Mehl.

Die Unternehmen der Mühlenwirtschaft setzen sich seit Jahren für eine Minimierung des Einsatzes von Glyphosat im Getreideanbau ein. Gemeinsam mit dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) hatte der Verband Deutscher Mühlen (VDM) die einschränkenden Anwendungsbestimmungen für Glyphosat, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Mai 2014 veröffentlicht hat, ausdrücklich begrüßt. Verband und Unternehmen sind im laufenden Gespräch mit den Landwirten und ihren Organisationen. Zur Ernte 2016 hatte der VDM die Landwirte öffentlich aufgefordert, auf eine Vorerntebehandlung mit Glyphosat zu verzichten. Die Gespräche mit den Landwirten und innerhalb der gesamten Getreidekette sind erfolgreich gewesen:

Die laufenden Untersuchungen im Getreidemonitoring zeigen, dass die Ackerbauern die Regeln, die die gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz neu definieren (www.bmel.de), weitgehend umgesetzt haben. Dabei spielt der Verzicht auf die Sikkation eine wichtige Rolle. Mit der Behandlung des Getreides kurz vor der Ernte soll eine schnelle, gleichmäßige Abreife der Pflanzen-Bestände erreicht werden. In Untersuchungen zu Eintragswegen von Glyphosat in Getreide und daraus hergestellten Getreidemahlerzeugnissen und Backwaren (Cereal Technology 01/2015. S 21-27.) konnte nachgewiesen werden, dass der Einsatz des Wirkstoffs zur Sikkation am ehesten zu messbaren Rückständen im Getreide führt.

Als Hersteller von Qualitätsmehlen und anderen hochwertigen Mahlerzeugnissen kommen die deutschen Mühlen ihrer Verantwortung in der Lebensmittelkette vom Landwirt bis zum Bäcker und zur Lebensmittelindustrie sorgfältig nach. Die von den Mühlen vertriebenen Produkte entsprechen höchsten Standards und sind auch mit Blick auf den diskutierten Wirkstoff Glyphosat als gesunde und sichere Lebensmittel einzustufen.

Das Europäische Getreidemonitoring (EGM)

Die im VGMS zusammengeschlossenen Unternehmen untersuchen seit über 17 Jahren in einem gemeinsamen Monitoring Getreide auf verschiedenste Parameter unter anderem auch auf Pflanzenschutzmittel-Rückstände. Die von den Unternehmen in Auftrag gegebenen Untersuchungen werden in einem akkreditierten Labor, der biotask AG in Esslingen, durchgeführt, die Ergebnisse werden laufend dokumentiert. Die umfassende Kenntnis über die Qualität der eingesetzten Rohstoffe ist für die Betriebe von herausragender Bedeutung. Dabei ist das EGM ein wichtiger Baustein für die Qualitätssicherung, ersetzt aber in keiner Weise betriebsindividuelle Prüfpläne und Konzepte zur laufenden Überwachung der Rohstoffe und der Produktion.

Zum Download:
VGMS-Information

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