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Getreidearten

Seit Beginn des Ackerbauzeitalters vor rund 10.000 Jahren zählen Getreide und daraus hergestellte Lebensmittel weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Menschen. Die Bedeutung der einzelnen Getreidearten ist von Kontinent zu Kontinent sehr unterschiedlich, was kulturhistorische, klimatische und landtechnische Gründe hat. Reis gibt es vornehmlich im Fernen Osten, Mais in Amerika, Weizen in Zentralasien, Nordafrika und Europa, Roggen im Norden Europas. 

Die bei uns in Deutschland seit langem heimischen Getreidearten sind

  • Weizen (als botanische Gattung Triticum) mit mehreren Arten

    • Weichweizen (Hauptbrotgetreide, überwiegend als Wintersorten mit Aussaat im Spätherbst)
    • Hartweizen (Durumweizen) für Teigwaren
    • Dinkel (Spelzweizen) und seine „milchreif“ geerntete Nährmittelvariante „Grünkern“
    • die evolutionsbiologischen Vorfahren heutiger Weizenarten: Einkorn und Emmer (Zweikorn)

  • Gerste (zwei Drittel als Wintersorten, ein Drittel als Sommersorten im Anbau)
  • Roggen (das andere Brotgetreide neben Weizen)
  • Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen für Futterzwecke)
  • Körnermais (in der frühen Neuzeit aus Amerika importiert)
  • Hafer (aus deutschem Anbau überwiegend als Futtermittel)
  • Buchweizen (ein Knöterichgewächs; zählt lebensmittelrechtlich zu Getreide)
  • (Reis und Hirse werden in Deutschland landwirtschaftlich praktisch nicht genutzt.
    Das gilt ebenso für getreideähnliche Feldfrüchte („Pseudocerealien“) wie Amaranth oder Quinoa.)

Brotgetreide in der heutigen Vielfalt mit rund 200 offiziell zugelassenen Weizen- und Roggensorten ist das Ergebnis erfolgreicher Züchtung: In den letzten 100 Jahren entstanden durch Kreuzung und Selektion Sorten mit immer besserer Kombination von Ertragsleistung, Anbausicherheit, Mahl- und Backqualität, Pflanzen- und Umweltschutz.