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MühlenMasters 2017: Die besten drei Müller kommen alle aus dem Norden

Die neun besten Nachwuchsmüllerinnen und -müller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind am Freitag, 20. Oktober zum MühlenMasters 2017 in der Flechtorfer Mühle im niedersächsischen Lehre angetreten. Unter Zeitdruck verglichen sie ihr Können in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Müllerei. Andreas Bolte, Referent für Ausbildung vom Verband Deutscher Mühlen konnte anschließend die Preise nach Hamburg, Bremen und Münster vergeben: Bester Nachwuchsmüller 2017 ist Ole Christian Weidemann von der Hamburger Leistungsfutter, Platz zwei belegt Till Hentschel von Roland Mills Nord aus Bremen und den dritten Platz holt Alexander Donhauser von Agravis in Münster. Herzlichen Glückwunsch!

Frank Plüscke, Geschäftsführer Flechtorfer Mühle, Alexander Donhauser, Agravis Münster (3. Platz) Ole Christian Weidemann, Hamburger Leistungsfutter (1. Platz) Till Hentschel, Roland Mills Nord (2. Platz), Jens Kersten, Müllerschule Wittingen

Fünf Stationen und insgesamt zweieinhalb Stunden Zeit: So sah der straffe Zeitplan für das MühlenMasters 2017 aus. „Das Feld lag in diesem Jahr sehr dicht zusammen, in allen Prüfungsbereichen wurden sehr gute Ergebnisse erzielt“, fasst Jens Kersten den spannenden Wettkampf zusammen. Er ist Teamleiter an der Müllerschule Wittingen, einer der beiden Berufsschulen für den Müllerberuf. Die jungen Müller mussten Aufgaben im Mühlen-Labor im Bereich der Qualitätssicherung, eine Station an der Hammermühle zur Mischfutterherstellung, sowie am Walzenstuhl, wo die Körner zerkleinert werden, und an einer Station für die Haferflockenherstellung bewältigen.

Das MühlenMasters ist Teil der praktischen Leistungsschau des Deutschen Handwerks. Die Müller beteiligen sich an diesem Wettkampf seit nunmehr 64 Jahren. Seit einigen Jahren lädt der Verband Deutscher Mühlen als Ausrichter auch Müllerinnen und Müller aus der Schweiz und Österreich zum Wettkampf ein. Das hier Müller stehen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgebildet
worden sind, hat seinen Grund: Nur im deutschsprachigen Raum gibt es noch eine grundständige Ausbildung zum Müller. „Wer hier und heute Müller wird, der hat beste Berufschancen, ob in der heimatlichen Mühle, in Deutschland oder in der Welt“ sagt Frank Plüschke, Geschäftsführer der Flechtdorfer Mühle in Lehre in seiner Laudatio. Die Preise an die Sieger übereichten Andreas Bolte und Jens Kersten vor Gästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie vielen Pressevertretern.

Müller – einzigartiger Beruf mit besten Aussichten
Bereits die Einladung zum MühlenMasters ist eine Auszeichnung, die in der Mühlenbranche sehr viel Beachtung findet. Pro Jahr schließen an den beiden deutschen Berufsschulen im niedersächsischen Wittingen und in Stuttgart rund 80 Auszubildende ihre Ausbildung ab. Die ausgebildeten Müllerinnen und Müller heißen Verfahrenstech-nologin und Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft. „Müllerinnen und Müller haben einen der abwechslungsreichsten Berufe überhaupt“, sagt Berufsschullehrer Jens Kersten.

Austragungsort: Flechtorfer Mühle im niedersächsischen Lehre
Das MühlenMasters wird jedes Jahr an einem anderen Ort in Deutschland ausgetragen: In diesem Jahr bei Familie Thönebe im niedersächsischen Lehre Ortsteil Flechtorf. Der bereits seit dem 13. Jahrhundert existierende Mühlenstandort ist seit 1932 in Familienhand, nunmehr in dritter Generation. Die  Produktpalette reicht von Qualitäts-Bäcker-, Haushalts- und Exportmehlen über Weichweizengrieß und Backmischungen bis zu Spezialprodukten wie extrudierte Produkte, thermisch behandelten Mehle, Weizenkeime oder Kleie, hinzu kommen, Stärkemehle für die technische Verwendung oder Mühlennachprodukte für die Herstellung von Futtermitteln. Ihre Rohstoffe beziehen die Thönebes vorwiegend aus der Region. Verkauft werden die Produkte in Deutschland aber auch in die EU und in Drittländer exportiert.

Zum Download:
Pressemitteilung
Pressefoto