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Brotgetreidevermahlung krisenfest – Rohstoffbezug regional geprägt

29.04.2010

Bonn, den 28.4.2010 - Die Vermahlung der deutschen Mühlen an Brotgetreide beträgt im abgelaufenen Kalenderjahr 2009 nach Angaben des Verbandes Deutscher Mühlen (VDM) insgesamt 7,48 Millionen Tonnen und hat gegenüber dem Vorjahr um 247.600 Tonnen (3,2 Prozent) abgenom-men. Davon entfallen 6,62 Millionen Tonnen auf Weichweizen und 865.000 Tonnen auf Roggen.


Über die vergangenen 20 Jahre hinweg ist die Brotgetreidevermahlung im Trend kontinuierlich angewachsen und hat insgesamt um mehr als 9 Prozent zugelegt. Die Veränderungsraten bewegen sich dabei in einem Band von ± 3 Prozent. Wenn also die Vermahlung von Weichweizen und Roggen im vergangenen Jahr abgenommen hat, ist dies zwar eine deutliche Veränderung, die sich aber durchaus im Rahmen der Marktbewegungen der letzten 20 Jahre hält. Dabei ist ein mehrjähriger Trend zu beobachten - mehr Wei¬zen, weniger Roggen. Diese Konsumverschiebung sehen die Mühlen aus Gründen wie Qualität, Gesundheit, Vielfalt, Geschmack, Frischhaltung etc. mit Sorge.

Die gesamte Lebensmittelwirtschaft hat sich gegenüber der Finanzkrise sehr robust gezeigt. Die Belastungen für Verbraucher und Wirtschaft machen sich – wenn auch weiter sehr gedämpft – erst jetzt bemerkbar. In diesem Zusammen-hang ist die Veränderung der Brotgetreidevermahlung zu bewerten. Im schwie-rigen Wettbewerbsumfeld behauptet sich die Müllerei ordentlich, auch wenn die Menge des verarbeiteten Getreides abgenommen hat.

Die Mühlen beziehen ihr Getreide überwiegend aus Deutschland: 95,2 Prozent des vermahlenen Weichweizen stammen aus dem Inland, 4,6 Prozent aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und nur 0,1 Prozent aus Drittländern. Der Rohstoffbezug der Mühlen ist regiona¬ler geworden, ein Indiz für das vielfältige Angebot von qualitativ hochwertigem Getreide auf dem heimischen Markt und die nachhaltige Vermarktung.

Selbst im schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld und in Zeiten volatiler Getreidepreise setzen die Mühlen auf das Angebot in Deutschland. Mühlen und Landwirte arbeiten gut zusammen. In vielen Fällen gibt es ein vertrauensvolles Verhältnis, das auch turbulente Zeiten auf den Getreidemärkten übersteht. Die Treue der Mühlen zu ihren Lieferanten sollte Ansporn sein, mehr auf die „Mühlenkunden“ einzugehen: Müller sind darauf angewiesen, Brotgetreide in alle Qualitäten, Elite-, Aufmisch- und Brotweizen, mit einer gewissen Streuung der Sorten innerhalb der Qualitätsgruppen, in aufbereiteten, homogenen Partien zuverlässig das ganze Jahr über zu marktgerechten Preisen bezie¬hen zu können.

Weitere Zahlen zur Vermahlung im WJ 2008/09 finden sich im gerade erschienenen VDM-Heft „Daten und Fakten 2009“ sowie unter www.muehlen.org.
Ansprechpartner:         
Verband Deutscher Mühlen e. V.
Manfred Weizbauer
Telefon 0228 97610 10
E-Mail weizbauer~muehlen.org

 

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