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Erntedank: Ohne Mühlen wäre es ein hartes Brot!

02.10.2009

Dieses Jahr 7,5 Millionen Tonnen Brotgetreide vermahlen – 300 Brotsorten weltweit einzigartig
Bonn, 2. Oktober 2009 – Am Sonntag wird Erntedankfest gefeiert. Dieses Jahr gibt es allen Grund, besonders dankbar zu sein: 49,3 Millionen Tonnen Getreide wurden geerntet, fast so viel wie bei der Rekordernte 2008 (49,9 Millionen Tonnen). Doch was passiert eigentlich mit dem Getreide, wenn es eingefahren ist? „Das Brotgetreide, also vor allem Weizen und Roggen, landet in einer der über 600 deutschen Mühlen“, erklärt Manfred Weizbauer, Hauptgeschäftsführer beim Verband Deutscher Mühlen e. V. (VDM) mit Sitz in Bonn. „Auch dieses Jahr sorgen die Mühlen durch mo¬derne Logistik und Technik dafür, dass sich die regional schwankenden Erntequalitäten nicht auf Mehlqualität und Backeigenschaften auswirken. Bäcker und Verbraucher verlassen sich darauf, Mehl mit konstanten Eigenschaften einkaufen zu können.“
7,5 Millionen Tonnen Brotgetreide verarbeiten die deutschen Mühlen jedes Jahr. Dabei gibt es das „eine“ Mehl für alles nicht. Bäckermehle beispielsweise müssen andere Anforderungen erfüllen als Haushalts¬mehle. Vollkornmehle werden anders hergestellt als die gebräuchlicheren Typenmehle. Bei Typenmehlen wird das gereinigte Korn aufgebrochen und sein Inneres in immer feineren Abstufungen vermahlen und ausgesiebt. Bei Vollkornmehlen wird das ganze Getreidekorn vermahlen. Dem fein differenzierten Ange¬bot an Mahlprodukten deutscher Mühlen ist es zu verdanken, dass die hiesige Backwarenvielfalt mit 300 Brotsorten und 1.200 Klein- und Feingebäcken weltweit unerreicht ist.
Übrigens: Den Beruf des Müllers kann man nach wie vor erlernen. Er heißt heute „Verfahrenstechno¬loge/in in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft“ und verbindet den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln mit anspruchsvollen technischen Prozessen im Labor und am Computer.
Erntedankfest
Erntedank wird seit 1770 gefeiert, von Katholiken am ersten Sonntag im Oktober, von Protestanten am ersten Sonntag nach St. Michaelis (29. September). Das amerikanische Thanksgiving geht zurück auf die erste erfolgreiche Ernte der Pilgerväter im Jahre 1621.
Vom Feld auf den Teller: Mühlen als entscheidender Faktor der Ernährungskette
617 mittelständisch geprägte Mühlen in Deutschland stellen jährlich aus rund 7,5 Mio. Tonnen Weizen und Roggen vielfältige Mahlerzeugnisse, auch Futtermittel, her. Die Mühlenbranche erwirtschaftet mit rund 6.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 1,8 Mrd. Euro. Der VDM mit Sitz in Bonn vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Getreidemühlen.

Ihre Anfragen nimmt Manfred Weizbauer unter Telefon 0228/97610-10 gerne entgegen.

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