Zum Tag der Umwelt am 5. Juni:
07.06.2010
Deutsche Mühlen sichern nachhaltige Ernährungswirtschaft
Bonn, 2. Juni 2010 – Anlässlich des Tags der Umwelt am 5. Juni fordert der Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM) den verstärkten Einsatz von Rest-stoffen aus der Ernährungswirtschaft bei der Herstellung von Bioenergie – eine Empfehlung, die Deutschlands Umweltbilanz verbessern kann. „Die Verwertung mühlenwirtschaftlicher Reststoffe und Neben-produkte trägt zum Klimaschutz und zur CO2-Einsparung bei“, betont VDM-Umweltexperte Olaf Peter Eul.
„Wir befürworten zudem die Ausweitung des ‚Nawaro‘-Bonus auf Reststoffe der Mühlenwirtschaft“, so Eul weiter. Dieser Bonus für Energie aus nachwachsen-den Rohstoffen ist eine Zusatzvergütung für Betriebe, die nachhaltig Strom oder Gas erzeugen. Er ist aber bisher auf die Verwendung von Energiepflanzen be-schränkt.
Nutzungskonkurrenz nicht begünstigen
Seit frühester Zeit hat die Müllerei mit Wind- und Wasserkraft auf erneuerbare Energien zurückgegriffen. Die heutige Bioenergiegewinnung darf aber nicht zu Lasten der Ernährungssicherheit gehen: Denn Getreide kann sowohl für die Mehl- und Futtermittelherstellung als auch für Biokraftstoffe genutzt werden. Zwar hat sich die Nutzungskonkurrenz um Getreide zwischen der Nahrungs-mittel- und der Energieerzeugung in den vergangenen Jahren abge-schwächt, allerdings kann diese in Folge von Klimaveränderungen und Ernteschwan-kungen jederzeit wieder zunehmen. Daher unterstützt der VDM die Bioener-giegewinnung aus Reststoffen, nicht aber aus verzehrfähigem Getreide.
Deutsche Mühlentechnik setzt hohe Standards
Deutsche Mühlen beziehen ihre Rohstoffe aus den Regionen und tragen damit zu einer nachhaltigen Lebensmittelwirtschaft bei. Ihre Anlagen arbeiten energieeffizient und umweltschonend – eine Bilanz der langjährigen Inno-vationen in der Mühlenwirtschaft. Alle Produkte aus den mittelständisch geprägten Mühlen garantieren höchste Qualitätsstandards in Lebensmittel-sicherheit und Verbraucherschutz. Neue Verfahren zur energetischen Ver-wertung von Mühlenreststoffen werden zurzeit mit Unterstützung des VDM erforscht.
Vom Feld auf den Teller: Mühlen und Mehl sind zentraler Teil der Ernährungskette
600 deutsche Mühlen vermahlen Jahr für Jahr rund acht Millionen Tonnen Weizen und Roggen. Ihre Mahlerzeugnisse – Mehl, Schrot, Kleie, Vollkorn-produkte – sind die Grundlage für die unerreichte Vielfalt von Brot und Backwaren in Deutschland. Mit rund 6.000 Beschäftigten erwirtschaften die Mühlen einen Jahresumsatz von nahezu zwei Milliarden Euro. Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) mit Sitz in Bonn vertritt ihre Interessen.
Ihre Anfragen nimmt VDM-Umweltexperte Olaf Peter Eul unter Telefon 0228/97610-15 gerne entgegen.


